Es leuchtet die Sonne, es strahlen die Sterne,
es flutet durch die Lüfte das schaffende Licht!
Die Menschen gehen und sorgen für das Morgen,
und schauen ihren Weg und darüber nicht.

Die seligen Kräfte der schaffenden Himmel,
Sie strömen und strömen, zum Segnen bereit, –
Sie suchen ein Auge, dass sie fassen möchte!
Mit Lichttau zu tränken die dürstende Zeit.

Sie suchen einen Geist, der stark und voll Güte
Sich mache zum Mittler für die Brüder im Bann,
Sie suchen ein Herz, das ernst und liebend
Ihnen ihr leben deuten kann.

Sie suchen eine Hand, in der die Gottheit,
sich selber feiernd, selig ist, –
Sie finden dich, und sie freuen sich,
dass du der Erde geboren bist.

Gertrud Prellwitz

Zu seinem Geburtstage 1912.