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"Künstler und Propheten" in der Schirn Kunsthalle Frankfurt."Künstler und Propheten" in der Schirn Kunsthalle Frankfurt.

„Künstler und Propheten“ in der Schirn Kunsthalle Frankfurt.

Immer noch wartet der Beitrag Verkünderin der freien Liebe vom 3. April 2014 auf seine Fortsetzung… Das Fidus-Projekt ist ins Stocken geraten. Gründe dafür gibt es verschiedene. Oder Ausreden.

Etwa die Arbeit am Büchlein zu Karl Henckell, das wiederholt umkonzipiert worden ist, einmal mit Berücksichtigung von Fidus, der beispielsweise die Reihe Sonnenblumen illustriert hat, die Henckell herausgegeben hat, dann ohne ihn, jetzt wieder mit ihm. Erscheinen soll es nun definitiv im Frühjahr 2016. Im Zusammenhang damit wurde die Henckell gewidmete Website, hervorgegangen aus einem „Portal“ des Fidus-Projekts, mit einer ganzen Reihe von Gedichten und Versionen davon wieder in das Fidus-Projekt integriert (vgl. Karl Henckell). Die zahlreichen Überschneidungen, insbesondere was die Personen im Umkreis von Fidus und Henckell betrifft, machten das Nebeneinander wenig sinnvoll. Also: Immerhin hinter den Kulissen hat sich etwas getan.

Über Fidus wäre 2015 einiges zu berichten und zu hinterfragen gewesen. So war er eine zentrale Figur der Ausstellung „Künstler und Propheten“, die in der Schirn Kunsthalle Frankfurt und in der Nationalgalerie Prag gezeigt wurde. [1] Aus Distanz sollen einige Beobachtungen hier noch folgen. Und Fidus war prominent in der Ausstellung „Einfach. Natürlich. Leben. Lebensreform in Brandenburg 1890–1939“ in Potsdam vertreten. [2] .

Leider nicht vertreten war Fidus dagegen in einer Ausstellung, die sich mit einem Motiv beschäftigte, dem in seiner Arbeiten einige Bedeutung zukommt: Stein aus Licht. Kristallvisionen in der Kunst war vom 24. April bis September 2015 im Kunstmuseum Bern zu sehen. [3]

Schliesslich scheint Fidus, der lange Zeit vergleichsweise günstig gehandelt wurde, wieder „im Geschäft“ zu sein. Bei einer Auktion des renommierten Berliner Auktionshauses Grisebach wurde Ende November das Ölbild „Empfängnis“, datiert 1914 und 1942, mit einem geschätzen Preis von 10 000 bis 15 000 Euro für 17 500 Euro (inkl. Aufgeld ) verkauft [4] . Ein nach wie vor allerdings bescheidener Preis im Vergleich mit den 1,225 Millionen Euro für das „Bildnis eines jungen Mädchens“ von Max Beckmann und die 1,04 Millionen Euro für das „Helle Sonnenblumenbild“ von Emil Nolde. [5]

  1. Vgl. die Informationen Künstler und Propheten auf der Website der Schirn Kunsthalle Frankfurt. []
  2. Die Ausstellung wurde vom 10. Juli bis 22. November 2015 im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte gezeigt. Informationen dazu finden sich auf der Website des Museums unter Einfach. Natürlich. Leben. Eindrücke der Ausstellung gibt die Website der Agentur Team VIERZIG A unter „Ausstellungsgrafik „Einfach. Natürlich. Leben. – Lebensreform in Brandenburg 1890–1939“ []
  3. Vgl. die Informationen zur Ausstellung Stein aus Licht und die Dokumentationen für die Medien dazu auf der Website des Kunstmuseums Bern. []
  4. Grisebach, Kunst des 19. Jahrhunderts, 25. November 2015, Auktion 247, Los 305 []
  5. Presseinformation Erfolgreichstes Jahr in der Geschichte der Villa Grisebach – Millionenzuschläge in der 250. Auktion. []

Ich arbeite daran…

Derzeit wird das „Design“ des Fidus-Projekts umgestellt, vor allem damit es auch auf Tablets und Smartphones funktioniert. Einiges wird derzeit leider noch nicht richtig dargestellt wie etwa die Auszeichnung der Zitate oder funktioniert wie beispielsweise die Navigation noch nicht so, wie es eigentlich sollte. Ich arbeite daran…